Linux Mint 12 vs. Ubuntu 11.10

Mint Linux Quo Vadis?

Seit Version 10.10 in der Herr „Shuttleworth“ meinte mir vorschreiben zu müssen das ich Unity unbedingt brauche und das es ganz normal sei, das ich anstatt 1-2 Klicks nun 10 Klicks für das selbe Ergebnis brauche und das dies ergonomischer sei habe ich mich seinerzeit schon entschlossen auf Mint Linux 10 umzusteigen und ich muss sagen, das ich es bis heute nicht bereut habe.

Ganz offensichtlich geht es jedoch etlichen Benutzern genauso wie mir uns so ist es nicht weiter verwunderlich, das derzeit Ubuntu immer weiter in der Rangliste abrutscht. Auch wenn Herr „Schuttalworth“ beteuert das dies ja nur Klicks sein und keinesfalls die Meinung der Benutzer widerspiegelt, was ich jedoch anders sehe. Ganz offensichtlich bin ich da nicht alleine auf weiter Flur 😉 So denke ich das es eventuell ganz ratsam sein könnte, für Canonical mal seinen Usern besser zuzuhören.

Auch in der neuen Version 12 hat sich Mint Linux nicht von Canonical anstecken lassen und bietet nun Gnome 3 an. Dies entspricht zwar nicht dem was ich von einer modernen Oberfläche erwarte, da zum Beispiel es nicht wie in Gnome 2 möglich ist zum Beispiel Verknüpfungen auf dem Desktop abzulegen.

Auch fehlen mir einige lieb gewordene Shell Erweiterungen aus Gnome 2, die sich jedoch mittels den bereits mitgelieferten Tweak Tools verfügbar machen lassen.

Mittels den Shell Extensions lassen sich der Desktop Optisch und funktional dem Gnome 2 Desktop anpassen. Und so merkt man erst wenn man mit der Maus an den linken oberen Rand fährt das man mit Gnome 3 und nicht mehr mit Gnome 2 arbeitet.

Neben den Erweiterungen im Desktop-Bereich bringt Linux Mint 12 natürlich auch die traditionellen Ergänzungen gegenüber Ubuntu mit. Dazu gehören zusätzliche Multimedia-Codecs, die der Ubuntu-Medienplayer aus dem Internet nachladen muss, wenn sie benötigt werden. Das Mint-Menü kombiniert das klassische Startmenü mit Programmkategorien mit einer Suchfunktion, wie man sie von aus dem Unity-Dash oder dem KDE-4-Menü kennt. Zudem verfügt Mint über eine eigene Softwareverwaltung.

Auch die Optik weicht deutlich von Ubuntu ab: Der Mint-Desktop präsentiert sich heller und konventioneller als aktuelle Ubuntu-Versionen, die mit ihrem dunklen Theme, der speziellen Anordnung und Gestaltung der Fensterknöpfe und der Verlagerung der Menüs aus den Fenstern der Anwendung ins obere Panel eigene Wege gehen. Linux Mint 12 bringt dazu eigene Icons, Desktop-Hintergründe sowie Gtk- und Gnome-Themes mit, die sich optisch stark am Vorgänger orientieren.

Hinter den reinen Äußerlichkeiten, verbirgt sich jedoch nichts desto trotz ein 11.10er Ubunu, mit aktueller Software: Kernel 3.0, GCC 4.6.1, X.org 7.6, Firefox 7 (mitlerweile auf 8 aktualisiert), Thunderbird 7 (auch auf 8 aktualisiert), LibreOffice 3.4. Zwar gibt es für Linux Mint weniger Programmpakete als für Ubuntu, aber die Linux-Mint-Entwickler legen Wert darauf, dass sich Ubuntu-Pakete problemlos installieren lassen.

Linux Mint 12 steht als DVD-Image für 32- und 64-Bit-Prozessoren zum Download zur Verfügung. Die DVD startet ein Live-System, aus dem heraus die Distribution auf der Platte installiert werden kann.

Persönliches Fazit:

Mit der jetzt erschienenen Version 12 von Linux Mint setzt sich die Distribution noch weiter von ihrem Ubuntu-Unterbau Ubuntu ab und nimmt auf die Wünsche der User sowie deren Bedürfnissen Rücksicht. Mit den Shell-Extensions hat das Mint-Team gute Arbeit geleistet – sie werden viele Nutzer glücklich machen, die sich mit Unity und Gnome 3 nicht anfreunden können. Für Benutzer wie mich die sich nicht damit anfreunden können tiefer in das System einzugreifen und auch gerne wie gewohnt ihre Programmverknüpfungen auf dem Desktop abzulegen (wozu ist das Teil sonst gut?) lässt sich mit wenigen schritten auch XFCE 4 installieren, welche dann ein in “ Gnome 2 Feeling vermittelt und wesentlich mehr Gestaltungsfreiraum lässt als derzeit Gnome 3. Jedoch bin ich fest überzeugt das am Gnome 3 Desktop und der Benutzerfreundlichkeit bestimmt noch gearbeitet werden dürfte.

An dieser Stelle möchte ich einmal auch den Vater von Linux Linus Torvald zu Wort kommen lassen der sich drastisch zu Gnome 3 geäußert hat:

Er hätte gern wieder einen brauchbaren Desktop und sei noch niemandem begegnet, dem dieser Gnome-3-Mist gefallen habe.

Offenbar hätten die Gnome-Entwickler entschieden, dass es mittlerweile für den Benutzer „zu kompliziert“ wäre, mit Gnome 3 überhaupt sinnvoll zu arbeiten, anders könne er es sich nicht erklären, dass sie so essentielle Dinge wie den Start von Programmen über Tastenkombinationen deaktiviert hätten. Ihm gehe es bei seiner Kritik gar nicht mal um den Entwicklungsstand, obwohl auch er die bekannten Rendering-Probleme hätte, sondern um das gundlegende Bedienkonzept, das völlig inakzeptabel sei. Deshalb sei er nun zu Xfce gewechselt, meinte Torvalds. Aktuell sei Xfce zwar eine Stufe unter Gnome 2, aber Gnome 3 einen riesigen Schritt voraus.

Mit den Shell-Extensions hat das Mint-Team gute Arbeit geleistet – sie werden viele Nutzer glücklich machen, die sich mit Unity und Gnome 3 nicht anfreunden können.

Somit ist mein Fazit : Alles ist besser als der Unity Schrott, der die Benutzer wie Idioten da stehen lässt, das Leben unnötig verkompliziert und auch nicht grade das ist was ich als Ressourcenschonend bezeichnen möchte. Mir scheint das man ganz offensichtlich das Rad 2x erfinden möchte.

So das waren mal eine 5 ct. zu diesem Thema.

Über Anregungen und konstruktive Kritik freue ich mich natürlich immer.

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